Wahlkreis A-Z
Von A wie Alt-Bork bis Z wie Zollchow – so viele kleine und größere Ortschaften beinhaltet mein Wahlkreis. 41 Gemeinden im kommunalverwaltungsrechtlichen Sinne waren es Ende 2004, insgesamt sind es 240 Orte, auf einer Fläche von 3383,3 km². Kleinster Ort ist Herrenhölzer mit seinen 29 Einwohnern, der größte die kreisfreie Stadt Brandenburg an der Havel, welche 72.500 Menschen ihre Heimat nennen. Insgesamt leben und arbeiten mehr als 240.000 Menschen im Wahlkreis, bei einer Bevölkerungsdichte von 72 Einwohnern je km².
Geographisch schließt er an die sachsen-anhaltinische Landesgrenze an und mündet in den Potsdamer Ballungsraum.
Das Gebiet gliedert sich in drei Bereiche: das Havelland mit seinen unzähligen Seenketten und Flussschlingen, Potsdam-Mittelmark mit dem berühmten im Jahre 1180 von Markgraf Otto I. gegründeten Zisterzienser Kloster in Lehnin und das unter Rollschuhfreunden schon allseits bekannte Skaterparadies Teltow-Fläming.
Zu den wichtigsten Städten gehören:
Brandenburg an der Havel (72.500 Einwohner)
Die Stadt Brandenburg an der Havel wurde erstmals urkundlich durch Otto I. im Jahre 948 erwähnt. Damit begann die Geschichte einer Stadt, von der aus in den vergangenen Jahrhunderten immer wieder entscheidende wirtschaftliche und gesellschaftliche Impulse ausgingen. Von hier aus ging schon im Mittelalter die Oberste Gerichtsbarkeit der Mark aus, denn hier befand sich der so genannte Schöppenstuhl dessen Pendant heute das in der Stadt ansässige Oberlandesgericht Brandenburg darstellt. Besonders interessant, gerade auch für Besucher sind die zahlreiche Sehenswürdigkeiten, wie der Brandenburger Dom, die großen Kirchen St. Katharinen, St. Gotthardt und St. Nikolai, das Altstädtische Rathaus mit dem Roland oder auch die vier Tortürme, die zu einem historischen Spatziergang einladen. Neben dem Flair einer mittelalterlichen Stadt bietet Brandenburg an der Havel mit seinen weitläufigen Grünanlagen und Parks auch die Möglichkeit die romantisch anmutende Brandenburgische Fluss und Seenlandschaft zu erkunden.

Rathenow (25.500 Einwohner)
1295 erhält Rathenow das Stadtrecht durch den Markgrafen von Brandenburg, Otto IV.
Bis heute sind Reste der nach der Stadtgründung aus den für Rathenow typischen roten Ziegeln, errichteten Stadtmauer erhalten. Die Altstadtinsel, mit dem Kirchberg und der St.-Marien-Andreas-Kirche bildet den historischen Kern der Stadt Rathenow und wird von vier Havelarmen umschlossen. Auf dem Kirchberg befindet sich auch das Geburtshaus von J.H.A. Duncker (1767-1843), dem 1801 das königliche Privileg, die erste Optische Industrie-Anstalt in Rathenow zu errichten zu teil wurde. Rathenow wurde damit für lange Zeit das Zentrum der optischen Industrie in Deutschland und später sogar ein Optikstandort mit Weltruf. Auf dem Weinberg erinnert der Bismarckturm (1914 errichtet) an eine weitere historische Persönlichkeit, die hier ihre politische Kariere begann und in den preußischen Landtag gewählt wurde, Otto von Bismarck.
Der zweite Weltkrieg machte der Stadt sehr zu schaffen. 1945 liegen 90% der Innenstadt in Schutt und Asche. Heute blüht die Stadt, als Kreisstadt des Landkreises Havelland, sowie als Verwaltungs- und Kulturzentrum erneut auf und hat für ihre Bürger und Besucher viel zu bieten.
Bad Belzig (11.407 Einwohner)
Das mehr als 1000jährige Bad Belzig durchlebte eine wechselvolle Geschichte. Im Mittelalter wurde die Stadt am Kreuzungspunkt bedeutender Handelsstraßen immer wieder das Opfer von Eroberungen, Belagerungen und Schauplatz von Kriegsgeschehnissen. Die größte Verwüstung richtete der 30jährige Krieg an. Dabei wurde um 1636 durch schwedische Söldner auch die Burg Eisenhart, das Wahrzeichen der Stadt fast vollständig zerstört. Nicht nur historisch ist die Stadt ein Erlebnis. Eingebettet in den Naturpark "Hoher Fläming" bietet Bad Belzig und Umgebung eine abwechslungsreiches Landschaftsbild, sowie eine große Vielfalt an Pflanzen und Tieren. Mittlerweile hat sich die Stadt zu einer der schönsten Kleinstädte Brandenburgs entwickelt und bekam 2002 sogar den Titel Kurort mit Heilquellenkurbetrieb verliehen.
Jüterbog (12.900 Einwohner)
Die Stadt Jüterbog liegt inmitten einer herrlichen Wald- und Hügellandschaft im Niederen Fläming und fand erstmalig im Jahre 1007 schriftliche Erwähnung. Besonders beschaulich ist die Altstadt Jüterbogs in der im 30jährigen Krieg schon Wallenstein weilte. Mitten auf dem Marktplatz stehend betrachtet man das zweitälteste und wohl schönste Rathaus im Land Brandenburg. Die schriftliche Geschichte des Rathauses beginnt 1285, als der Erzbischof Erich von Magdeburg der Stadt eine Fläche am Marktplatz zur Errichtung eines Rathauses zur Verfügung stellt. Im Obergeschoss befindet sich das Fürstenzimmer, das heute Dienstzimmer des Bürgermeisters ist.